Seit Mittwoch dem 11. Januar 2012 gibt es nach 23 langen Jahren seit dem Ende des Ceaucescu-Regimes welches nach anfänglichen Hoffnungen eine Ära der Resignation und sozialen Erstarrung einleitete, wieder Anzeichen für Bewegung in Rumänien. Tausende haben sich seit Freitag dem 13. Januar die Straßen genommen. Die Demonstrationen haben sich mittlerweile über das ganze Land ausgebreitet und fanden in mehr als vierzig Städten statt. Vollkommen spontan brachen die Proteste und Demonstrationen über das ganze Land herein, nachdem die Regierung Ende Dezember eine Reform auf den Weg gebracht hatte, die auf eine umfassende Privatisierung des kompletten Gesundheitssystems abzielte. (mehr…)
nächstes Treffen am 7.2.2012 – Thema: Die Februarrevolution in Russland
um 19:30 Uhr im Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm
Mehr Infos gibt es hier
Je mehr Zeit vergeht desto mehr entwickelt sich das Internet zu einer Hauptquelle der vergessenen Details der Geschichte der ArbeiterInnenklasse die ansonsten in den Archiven lagern und nur gelegentlich ans Tageslicht befördert werden, um die gängigen Interpretationen zur Geschichte der „Arbeiterbewegung“ zu stützen. In diesem Text geht es darum, auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückzublicken. Er basiert auf Quellenmaterial aus lokalen Archiven aus dem Nordosten Englands und anderer Orte, welches deutlich zeigt, dass die legendären Ereignisse wie die Kanonenboote auf der Mersey nicht die ganze Geschichte war. Vielmehr handelte sich um eine landesweite, von der ganzen ArbeiterInnenklasse getragene Bewegung, die den bürgerlichen Staat ernsthaft herausforderte. (mehr…)
nächstes Treffen am 10.1.2012 – Thema: Die Massenstreikdebatte
um 19:30 Uhr im Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm
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(2. Teil unserer Artikelreihe zum Thema „Klassenbewusstsein und revolutionäre Organisation)
„Die kommunistische Revolution ist das radikalste Brechen mit den überlieferten Eigentumsverhältnissen; kein Wunder, dass in ihrem
Entwicklungsgange am radikalsten mit den überlieferten Ideen gebrochen wird.“ (Marx/Engels: Manifest der Kommunistischen Partei)
Am Ende des ersten Textes unserer Artikelreihe haben wir den/die LeserIn mit einem scheinbaren Widerspruch zurückgelassen. Während Marx bspw. in den provisorischen Statuten der Ersten Internationale erklärte, dass „die Emanzipation der Arbeiterklasse durch die Arbeiterklasse selbst erobert werden muss“, schien er in früheren Schriften wie der „Deutschen Ideologie“ jede Hoffnung auf eine proletarische Emanzipation aufgegeben zu haben, wenn er schrieb: „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht. Die Klasse, die die Mittel zur materiellen Produktion zu ihrer Verfügung hat, disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion, so dass ihr damit zugleich im Durchschnitt die Gedanken derer, denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen, unterworfen sind.“ 1 (mehr…)
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