Arthur Goldstein (KAPD): Gegen den Nationalkommunismus!

„Macht die Sache des Volkes zur Sache der Nation, dann wird die Sache der Nation die Sache des Volkes sein!“ fasste der nationalistische Propagandist Karl Otto Paetel1 die Quintessenz der Ideologie des Nationalbolschewismus zusammen, die heutzutage von der extremen Rechten wieder intensiv rezipiert wird. Die Grundzüge dieser reaktionären Konzeption gehen auf die Umtriebe der beiden sog. „Hamburger Nationalkommunisten“ Fritz Wolffheim und Heinrich Laufenberg zurück, die Anfang der 20er Jahre argumentierten, dass das sog „Versailler Diktat“ zu einer „Verstümmelung des deutschen Reichkörpers“ und zu einer „Proletarisierung des gesamten deutschen Volkes geführt“ habe. Daraus leiteten sie die Notwendigkeit eines „Burgfriedens zwischen Kapital und Proletariat ab, und traten für einen „revolutionären Volkskrieg“ im Bündnis mit der Sowjetunion gegen die westlichen Ententemächte ein. Dieses nationalistische Konglomerat mündete schließlich in antisemitischen Hetztriaden, die sich maßgeblich (aber nicht nur) gegen den damaligen KPD-Vorsitzenden Paul Levi richteten. Derart reaktionäre Töne sorgten in der kommunistischen Bewegung für Verwunderungen und allerlei Konfusionen. (mehr…)

Erklärung der IKT zur Auflösung der GIO (Kanada)

Im Januar diesen Jahres erhielt die IKT von den kanadischen GenossInnen der GIO die folgende Mitteilung:
„Als Ergebnis der Probleme, die die GIO innerhalb der IKT verursacht hat, haben die Mitglieder der GIO beschlossen ihre Aktivitäten als Gruppe im Interesse der IKT zu beenden. Ein Bericht wird Euch in den nächsten Monaten zugehen. Wir erwägen die Gründung eines neuen Zirkels, um die internationalistischen Kräfte in Kanada zu reorganisieren.“
Wir nahmen dies mit gemischten Gefühlen auf. Wir hätten es vorgezogen, dass die GIO niemals den Fehler gemacht hätte, einen Genossen der in der Vergangenheit Gewalt gegenüber Frauen ausübte, aufzunehmen. Genauso bedauern wir die diversen Bemühungen diese Entscheidung vor der ganzen IKT zu verschleiern. (mehr…)

Die Nr. 29 unserer Zeitschrift „Sozialismus oder Barbarei“ ist erschienen


Inhalt:

Die Sackgasse des Nationalismus: James Connolly und das Easter Rising

Unter falscher Flagge: Die Liaison der sog. „Internationalistischen Genossen“ (Griechenland) mit antisemitischen Verschwörungsfreaks und ihre nationalistische Metamorphose

Arthur Goldstein (KAPD): Gegen den Nationalkommunismus!

Editorial:

„Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt. Und das ist auch von der Linken eine ganz klare Position, die wir in dieser Frage vertreten. (…) Das meine ich auch so, wie ich es gesagt habe“, erklärte Sarah Wagenknecht unmittelbar nach den sexistischen Übergriffen in Köln, die eine Welle deutsch-nationalistischer Hetze heraufbeschwor. „Das ist im Übrigen die Rechtslage in Deutschland. (…) Wir müssen die Gesetze, die vorhanden sind, in großer Konsequenz anwenden“ pflichtete Dietmar Bartsch ihr bei.1 (mehr…)

US-Wahlen: Eine Überraschung, aber keine unerwartete

Der arrogante Trump hat die unnahbare Clinton geschlagen, ein extrem rechter Populist hat über eine rechtsgerichtete Technokratin triumphiert, die versuchte sich als progressive Linke auszugeben. Indem er an die Bauchgefühle und Ängste der amerikanischen Wähler appellierte gelang es ihm, eine vorgeblich kultivierte Vertreterin der Establishments aus dem Rennen zu schlagen.
Der „Populismus“ hat im Kernland des weltweiten Kapitalismus den Sieg davongetragen und die Erfolge der extremen Rechten in Westeuropa (Frankreich, Skandinavien, Österreich und teilweise Deutschland) und Osteuropa (Ungarn und Polen) überflügelt. (mehr…)

Unter falscher Flagge: Die Liaison der sog. „Internationalistischen Genossen“ (Griechenland) mit antisemitischen Verschwörungsfreaks und ihre nationalistische Metamorphose

Prolog: Krise und Verschwörung

Zeiten der Krise und des Umbruchs boten schon immer einen fruchtbaren Boden für Verschwörungstheorien und Wahnvorstellungen. Im Mittelalter glaubte man an die gottgegebene Ordnung, aber auch an den Teufel und Hexerei. Den Juden wurde angelastet die Brunnen vergiftet, Ernten verzaubert oder die Pest gebracht zu haben. Sie standen im Verdacht schwarze Magie zu betrieben, Kinder zu rauben oder Spione fremder Mächte zu sein. Vor allem aber wurden sie bezichtigt Wucherer zu sein, ja das ganze Geldsystem zu kontrollieren. Auch heute grassieren die wahnsinnigsten Vorstelllungen und Deutungsmuster, die die Verwerfungen der kapitalistischen Gesellschaft auf das Wirken geheimer Mächte, perfider Verschwörungen und nicht zuletzt auf die „Diktatur der Finanzmärkte“ (Oskar Lafontaine) zurückführen. Die Krise bringt die „Widersprüche der bürgerlichen Produktion zum Eklat“ (Karl Marx). Doch für viele stellt sie sich „auf den ersten Blick als Kreditkrise oder Geldkrise“ dar. (mehr…)



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