Lehren der deutschen Revolution 1918/19

Der 9. November ist eine besonderes Datum im deutschen Geschichtskalender. Vor 70 Jahren brannten im Zuge der sog. „Reichskristallnacht“ die Synagogen und jüdische Geschäfte, der Auftakt zum Massenord der Nazis. Vor nunmehr fast 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, während der 9. November 1918 vor 100 Jahren als Auftakt der Novemberrevolution gilt. Fast genau ein Jahr nach der russischen Oktoberevolution war nun auch Deutschland vom revolutionären Fieber ergriffen worden. Angesichts der harten Bedingungen der Isolation und den quälenden Debatten über die Unterzeichnung des Vertrages von Brest Litowsk, war die deutsche Revolution für die russischen Bolschewiki ein lang ersehnter Lichtblick. Die Isolation des revolutionären Russland schien gebrochen und die Weltrevolution auf dem Vormarsch. (mehr…)

„INTRANSIGENCE“ – eine neue linkskommunistische Publikation in den USA

"INTRANSIGENCE" ist ein Online-Journal, welches von mehreren Gruppen ("Workers' Offensive", der “Gulf Coast Communist Fraction”, der “Internationalist Workers Group", dem “Klasbatalo Collective”) und Einzelpersonen in Nordamerika herausgegeben wird. Es trägt den Untertitel “Publikation der Internationalistischen Kommunisten in Nordamerika“. Das erklärte Ziel besteht darin, “die derzeitigen Umgruppierungen zu unterstützen und als Medium interner Diskussionen als auch als Mittel zur Veröffentlichung von Positionen zu fungieren."
Wir können diese neue Initiative, die auch von Mitgliedern und Sympathisanten der IKT getragen wird, nur begrüßen. Sie ist ein weiteres Beispiel neuer Gruppen und Publikationen, die in der ganzen Welt entstehen und internationalistische Positionen verteidigen. Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg und werden unseren Teil dazu beitragen, die nicht gerade einfache Aufgabe zu lösen, wirklich handlungsfähige kommunistischen Kerne in Nordamerika zu entwickeln, die in der Lage sind, einen Beitrag zur Schaffung einer weltweiten Klassenpartei zu leisten. (GIS)

www.intransigence.org

Gegen Rassismus und autoritäre Formierung: Das Problem heißt Kapitalismus!

Flugschrift als pdf

„Wir werden sie jagen!“, krakeelte Alexander Gauland unmittelbar nach dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag. Spätestens nach den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz und Köthen sollte klar sein, dass dies keine leere Drohung war. Der Aufstieg der AfD beflügelt die gesamte extreme Rechte und übersetzt sich zunehmend in rassistisch motivierte Gewalttaten auf der Straße. Für manche mochten die Vorkommnisse in Chemnitz nichts Neues sein. In Freital, Heidenau, Einsiedel und Bautzen kam es zu rassistischen Übergriffen, die von einer höchst aggressiven Stimmung getragen wurden. Wie schon in Cottbus ist es Nazi -und Hooligangruppen in Chemnitz und anderswo gelungen, über ihre eigenen Strukturen hinaus auf eine Masse zurückzugreifen, die sich bereitwillig zur Verfügung stellt und ihrem ungezügelten Hass freien Lauf lässt. In Zahlen gesprochen sind es nicht mehr einige Hundert, sondern einige Tausend. Immer mehr scheint es ihnen zu gelingen, bis in die Mitte der Gesellschaft hinein autoritär strukturierte „Wutbürger“ anzusprechen. Hier formiert sich eine reaktionäre Bewegung deren ideologischer Kitt auf verschwörungstheoretischen, antisemitischen, rassistischen und völkisch-nationalistischen Ideen beruht. (mehr…)

Die zukünftige Internationale

Heute befinden wir uns in einer Situation, in der der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, das Proletariat allerdings so fragmentiert und desorganisiert ist, dass es sich allenfalls sporadisch den Implikationen von Krieg, Austerität und zunehmender Verarmung widersetzt. Es mag etwas verfrüht erscheinen, über einen Prozess nachzudenken, in dem sich eine zukünftige Internationale der ArbeiterInnenklasse herausbilden wird. Dennoch gib es in dieser schwierigen Situation überall auf der Welt viele neue Elemente, die die Stagnation, wenn nicht gar den Bankrott dieses Systems erkennen. Sie debattieren und diskutieren im Internet und hier und da in kleinen Gruppen wie das Proletariat sich befreien könnte. Indem sie das tun, versuchen sie genau wie wir, sich die Erfahrungen der ArbeiterInnenkämpfe der Vergangenheit anzueignen. Im Folgenden wollen wir unseren Beitrag zu dieser notwendigen Diskussion leisten, und unsere Sichtweise der historischen Lehren des Proletariats darstellen. (mehr…)

Neue Broschüre: Die Gewerkschaften und die kommunistische Aktion


„Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“ , schrieb Marx im Jahre 1865. Heute können wir nur das absolute Versagen der Gewerkschaften feststellen, selbst die grundlegendsten Arbeiterinteressen zu verteidigen. (mehr…)



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