Marxismus oder Idealismus – Unsere Differenzen mit der IKS

Linkskommunistische Positionen sind hierzulande rar gesät. Wir werden oft gefragt, worin eigentlich genau unsere Differenzen mit der IKS (Internationale Kommunistische Strömung) bestünden, einer Organisation die für sich in Anspruch nimmt, in der Tradition der Kommunistischen Linken zu stehen. Nach längeren Überlegungen haben wir uns daher entschlossen, die wichtigsten Unterschiede zu skizzieren. Da unsere Differenzen mit der IKS recht umfangreich sind, haben wir uns bemüht uns so kurz wie möglich zu fassen und besonders die Fragen herauszugreifen, die für die Aktivität von RevolutionärInnen von unmittelbarer Wichtigkeit sind. Einige werden dies vielleicht für kleinliches Gezänk zwischen kommunistischen Gruppen halten. Aber eine solche Haltung unterschätzt die Notwendigkeit von Debatten. Ohne scharfe Diskussionen, wird keine politische Klärung möglich sein, die es uns ermöglicht ein tragfähiges Programm zur Überwindung des Kapitalismus zu entwickeln. Gleichwohl ist der folgende Text vor einem traurigen Hintergrund entstanden: Der sektiererischen Verhärtung der IKS, die sich zuweilen in offener Hysterie1 und fragwürdigen Methoden gegen unsere Organisation ausdrückt.2 Dies zwingt uns unsere bisherige Zurückhaltung aufzugeben. Offenkundig ist die IKS der Meinung, die weit verbreitete Unwissenheit über die Geschichte der Kommunistischen Linken und die revolutionären Traditionen der ArbeiterInnenklasse ausnutzen zu können, um unsere Positionen verfälscht darzustellen, zu lügen3 und allerlei schräge Behauptungen4 in die Welt zu setzen. Eine solche Politik einer vorgeblich revolutionären Organisation ist nicht nur schäbig, sondern auf Sand gebaut. Die Lügen der IKS haben kurze Beine und die Rache der Geschichte ist zuweilen furchtbarer als die Schauergeschichten einer „allwissenden“ Pariser Zentrale

Historische Ursprünge

Beginnen wir mit der Entstehungsgeschichte von IKS und IKT. Die Ursprünge unserer Tendenz gehen auf den Kampf der linken Fraktion innerhalb der Sozialistischen Partei Italiens und der daraus resultierenden Gründung der Kommunistischen Partei Italiens zurück. Als die Kommunistische Partei von Italien 1921 gegründet wurde, war die weltweite Welle von Klassenkämpfen jedoch im Begriff abzuebben. Dieser Umstand erleichterte den Prozess der Stalinisierung, der in Italien federführend von Gramsci und Togliatti vorantrieben wurde. Die Partei wurde so schrittweise ein gefügiges und treues Werkzeug Moskaus. Die Linke Fraktion versuchte dagegen Widerstand zu leisten. Im Zuge der weltweit fortschreitenden Konterrevolution wurden sie jedoch aus ihren Positionen in der Kommunistischen Partei entfernt und schließlich ausgeschlossen. Bis 1928 waren die Militanten der Kommunistischen Linken entweder in faschistischen Gefängnissen, in der Illegalität oder im Exil, wo sie Zeitungen wie Bilan, Prometeo und Octobre veröffentlichten.
1943 ergriffen die im Untergrund agierenden AktivistInnen der Linken um den aus dem Gefängnis entlassenen Onorato Damen die Initiative und gründeten unter dem Eindruck einer gewaltigen Streikwelle, die Italien erfasst hatte, die „Partito Comunista Internazionalista“ (PCInt). Von Anfang an vertrat die PCInt einen kompromisslosen revolutionären Defätismus: „Gegen die Losung des nationalen Krieges, die die italienischen Arbeiter gegen die deutschen und englischen Proletarier in Stellung bringt, setzen wir die Losung der kommunistischen Revolution, die die Arbeiter der ganzen Welt gegen ihren gemeinsamen Feind, den Kapitalismus vereint.“5
Die PCInt war die einzige relevante Organisation, die die Klassenautonomie ohne Abstriche verteidigte und alle Seiten im Zweiten Weltkrieg als imperialistisch denunzierte. Die Grundsatzpositionen der PCint haben für uns nach wie vor Gültigkeit:
1. Rosa Luxemburg und nicht Lenin hat in der nationalen Frage Recht behalten.
2. Die alten jetzt vollständig stalinisierten Parteien waren nicht zentristisch, sondern bürgerlich.
3. Die Gewerkschaften sind unwiderruflich zu Stützen der bürgerlichen Ordnung geworden und können vom Proletariat nicht wieder zurückerobert werden.
4. Die UdSSR ist ein staatskapitalistisches Gebilde, in dem die ArbeiterInnenklasse wie in jedem anderen kapitalistischen Land ausgebeutet wird.
5. Um den Kapitalismus zu überwinden braucht das Proletariat eine politische Partei. Jedoch darf die Kommunistische Partei nicht stellvertretend für das Proletariat die Macht ausüben. Das Proletariat darf seine Macht an keinen anderen delegieren- nicht einmal an seine eigene Partei.

[Thesen der Damen-Tendenzen beim Kongress der PCInt 1952]
Durch die aktive Intervention in die Streikkämpfe konnte die PCInt Tausende für sich gewinnen. Nach Kriegsende schlossen sich auch die meisten der aus dem Exil zurückkehrenden AktivistInnen der Kommunistischen Linken der PCint an. Schließlich arbeitete auch Amadeo Bordiga, der ehemalige Führer der Kommunistischen Partei von Italien, mit der PCInt zusammen, ohne jedoch formal beizutreten. Bordiga hatte sich 1930 aus dem aktiven politischen Leben zurückgezogen und weigerte sich bis zum Ende des Krieges, sich mit seinen früheren GenossInnen zu treffen.
Lediglich eine kleine Gruppe in Marseille weigerte sich mit der Begründung, dass die Zeit nicht reif sei eine internationalistische Partei zu gründen, der PCInt beizutreten. Diese Gruppe war die „Gauche Communiste de France“ (GCF) unter der Leitung von Marc Chirik, dem späteren Gründer der IKS. Diese Fraktion gelangte unter dem Eindruck des Koreakrieges zu der Einschätzung, dass ein dritter Weltkrieg auf der Tagesordnung stünde, der Europa ein weiteres Mal verwüsten würde. Ihr wichtigster Kader, Marc Chirik, verabschiedete sich daher nach Südamerika, um „dort die Ideen zu retten“. Kurze Zeit später verschwand die GCF von der Bildfläche.
Auch die PCInt sah sich zunehmend mit Problemen konfrontiert als der Nachkriegsboom einsetzte und sich der Kapitalismus stabilisierte. Bordiga begann nun gegen die Gründungsgrundsätze der Partei zu argumentieren. Eine dieser Meinungsverschiedenheiten bestand darin, dass Bordiga darauf beharrte, dass die Partei die Klasse darstellt und nicht ihren bewusstesten Teil. Nach dreijähriger Diskussion spaltete Bordiga die Partei und seine AnhängerInnen nahmen den Namen „Internationale Kommunistische Partei“ an. Seitdem haben sie sich mehrmals gespalten und es gibt jetzt mehrere bordigistische Parteien, die alle den Anspruch erheben, „die Partei“ bzw. die wirkliche Vertreterin der ArbeiterInnenklasse zu sein.
Die IKS wurde 1975 gegründet und behauptet von sich, in der Tradition der italienischen Linken zu stehen, was sie jedoch nicht davon abhält eklektische Anleihen bei den deutschen und niederländischen Strömungen des Rätekommunismus zu machen. 1977 berief die PCInt (Battaglia Comunista) die erste Reihe internationaler Konferenzen ein, die bis 1980 dauerten. Im Zuge dieser Konferenzen teilte die britische Gruppe “Communist Workers Organisation“ zunehmend die Positionen der PCInt und es kam sogar soweit zu einer Übereinstimmung, dass diese beiden Gruppen das Internationale Büro für die Revolutionäre Partei (IBRP), (den Vorläufer der IKT), gründeten. Vor der Konstituierung des IBRP waren die internationalen Konferenzen bereits zum Stillstand gekommen, als die IKS sich weigerte, ein neues Kriterium zu akzeptieren, welches besagte, dass die internationalen Konferenzen Teil der Diskussionsarbeit unter revolutionären Gruppen für die Koordinierung ihrer aktiven politischen Intervention in den Klassenkämpfen darstellen sollten. Von nun an gingen IBRP und IKS getrennte Wege, (auch wenn informelle Kontakte beibehalten wurden, und wir z.B. auf der „Fête“ von Lutte Ouvrière die Presse der IKS verkauften als diese dort ausgeschlossen war).

Fragwürdige Propheten: Die IKS und ihr Konzept vom „historischen Kurs“

Wir befinden uns in der imperialistischen Epoche des Kapitalismus, der Epoche der Kriege und Revolutionen. In dieser bringt das Ende eines Akkumulationszyklus zwei getrennte, aber miteinander zusammenhängende Alternativen mit sich: Krieg oder Revolution. Ob es dann nun zu Krieg oder Revolution kommt hängt vom Kräfteverhältnis zwischen Bourgeoisie und Proletariat ab. Das genaue Verständnis dieses Kräfteverhältnisses ist für die Aktivität von Revolutionären essentiell. Hierzu bedarf es gründlicher Analysen, um zu vermeiden in Schwarz-Weiß-Denken und Schematismus zu verfallen. Auf keinen Fall kann es für eine revolutionäre Organisation darum gehen, den Nostradamus zu spielen und ihre Politik auf abstrakten Vorhersagen aufzubauen. Genau diesen Fehler begeht jedoch die IKS mit ihrem Konzept des „historischen Kurses“. Hierbei handelt es sich um ein (der alten GCF) entlehntes Entweder-Oder-Schema, nach der historische Perioden auf der Grundlage abstrakter Bemerkungen über die Bedingungen der Arbeiterklasse entweder als revolutionär oder konterrevolutionär abgestempelt werden. So war es nach Ansicht der alten GCF falsch (und opportunistisch) 1943 während des Zweiten Weltkrieges die PCInt in Italien aufzubauen, da die Periode konterrevolutionär gewesen sei.6 Nach Ansicht der IKS habe diese Periode 1968 geendet und eine neue Periode eröffnet, in der der „historische Kurs“ in Richtung einer Zuspitzung der Klassenkonfrontationen gehe. 7 Die IKS leitet hieraus ab, dass gegenwärtig weder die Bourgeoisie noch das Proletariat erfolgreich waren, ihre Lösung auf die Krise des Kapitalismus (also Krieg oder Revolution) durchzusetzen. In den Augen der IKS hält das Proletariat die Bourgeoisie noch vor dem Krieg zurück, da es ungeschlagen und daher ein „Hindernis gegen den Krieg“ sei. Entgegen aller Realitäten und den mannigfachen Ereignissen, die gegen solch eine Sichtweise sprechen, klammert sich die IKS an diese Sichtweise. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks ist eine Welle von Kriegen auf der ganzen Welt ausgebrochen, die die ArbeiterInnenklasse nicht verhindert hat, bzw. nicht verhindern konnte. Ebenso sieht die IKS nicht die augenscheinliche Schwäche des Proletariats, auf die verschärften kapitalistischen Angriffe angemessen zu reagieren. Wir hingegen nehmen diese gegenwärtige Schwäche der ArbeiterInnenklasse sehr ernst und legen großes Gewicht darauf, die Probleme der Klasse eingehend zu analysieren. Die sich verschlimmernden Widersprüche des Kapitalismus können den Weg für eine Wiederaufnahme der kommunistischen Zielsetzung durch die Masse der ArbeiterInnenklasse ebnen. Dies wird jedoch keineswegs ein automatischer und spontaner, gradliniger Prozess sein. Es gibt weder eine automatische Verbindung zwischen Krise und Klassenkampf noch zwischen militanten Kämpfen und Revolution. Von daher sehen wir die Aufgabe der revolutionären Organisation darin, diese Verbindung zu schaffen, indem sie aktiv an den Klassenkämpfen teilnimmt. Das sieht die IKS nicht so und dies war letztendlich der Grund, warum die Internationalen Konferenzen der Kommunistischen Linken scheiterten.

…. Chaos und Zerfall

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR erklärte die IKS dann auf einmal, der Zusammenbruch der UdSSR habe eine neue Situation hervorgebracht, in der der Kapitalismus eine neue Stufe, die sie “Zerfall“ nennt, erreicht hat. In ihrem Unverständnis für die Funktionsweise des Kapitalismus ist für die IKS so ziemlich jedes Ungemach – vom religiösen Fundamentalismus bis hin zu den zahlreichen Kriegen, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ausgebrochen sind, lediglich Ausdruck von Chaos und Zerfall. Wir denken, dies liegt nahe dran, vollständig den Boden des Marxismus zu verlassen, da diese Kriege ebenso wie die früheren Kriege der dekadenten Phase des Kapitalismus Resultat eben dieser imperialistischen Ordnung sind. Ein Großteil dieser Sichtweisen rührt aus der Auffassung der IKS-Mehrheit her, dass das Ende der Existenz nichtkapitalistischer Märkte im Jahre 1914 die Dekadenz des Kapitalismus hervorgerufen habe. Diese Analyse kann jedoch nicht erklären, warum es im dekadenten Kapitalismus Zyklen von Boom und Krise gegeben hat. Wir hingegen vertreten den Standpunkt, dass diese Kriege alle das Ergebnis der immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion sind. Eine Überproduktion von Kapital und Waren, die zyklisch durch den tendenziellen Fall der Profitrate hervorgerufen wird, führt zur Wirtschaftskrise und zu Widersprüchen, die wiederum den imperialistischen Krieg erzeugen. Sobald dann (durch den Krieg) ausreichend Kapital abgewertet und genügend Produktionsmittel zerstört wurden, kann ein neuer Produktionszyklus beginnen. Wir befinden uns in der Endphase eine solche Krise seit 1973 und ein neuer Akkumulationszyklus hat noch nicht begonnen. So nimmt das Kapital Zuflucht zu Staatsverschuldung und Spekulation und greift auf diese zurück um die Produktion zu stützen. Dies kann jedoch die Akkumulationskrise nicht beenden.

Die Krise

Ende der 60er- Anfang der 70er-Jahre kam der Nachkriegsboom an sein Ende. Damit begann eine Periode der sich schrittweise verschärfender (Wirtschafts)Krise, doch das kapitalistische System brach nicht zusammen. Die IKS kann nicht verstehen, warum sich die strukturelle Krise des Kapitalismus verschärft, da sie nicht anerkennt, dass auch der dekadente Kapitalismus Akkumulationszyklen durchläuft. Die IKS lehnt die marxsche Erkenntnis ab, dass die Funktionsweise des Wertgesetzes die zentrale Erklärung für die kapitalistische Krise darstellt. Stattdessen nimmt die IKS in dieser Frage eine luxemburgistische Position ein. Rosa Luxemburgs Theorie verkennt, wie das Wertgesetz funktioniert. Während Marx argumentierte, dass die periodischen Krisen des Kapitalismus durch das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate (für Marx das wichtigste Gesetz aus wirtschaftlicher Sicht) hervorgerufen werden; lehnte Rosa Luxemburg Marxens Erklärung ab. Luxemburg behauptete, dass Kapitalakkumulation in einem geschlossenen System nicht stattfinden könne. Sie bestand darauf, dass die wirkliche Ursache der kapitalistischen Krise außerhalb des Systems liege. Sie meinte, dass der Kapitalismus den Akkumulationsprozess nicht mehr fortsetzen kann wenn es keine nichtkapitalistischen Märkte mehr gibt. Das ist in mehrfacher Hinsicht unsinnig. Nach Rosa Luxemburg hat der Kapitalismus im Jahr 1914 alle nichtkapitalistischen Märkte verdrängt gehabt. Und trotzdem wächst der Kapitalismus heute noch immer weiter (wenn auch mit enormen Kosten für die Menschheit). Doch wie kann dann die Luxemburgsche Analyse die Akkumulationszyklen, die seit 1914 stattgefunden haben, z.B. die Phase des Wirtschaftsbooms nach dem Zweiten Weltkrieg, erklären? Die IKS ignoriert dieses Problem ganz einfach und sagt, dass im 20sten Jahrhundert der Kapitalismus keiner zyklischen Akkumulation unterliegt. In der Realität ist die kapitalistische Produktion aber deutlich gewachsen, was nach Luxemburg ja nicht möglich sein könnte. Marx sah die Krise als ein Ergebnis der wachsenden organischen Zusammensetzung des Kapitals, die an einen bestimmten Punkt so groß wird, dass sich daraus ungenügend Profit zur Wiederinvestition in den Produktionsprozess ergibt, an. An diesem Punkt tritt dann die Krise ein. Diese Krise stellt sich als eine Überproduktionskrise dar, doch ihre grundlegenden Ursachen liegen im tendenziellen Fall der Profitrate.

Idealismus und Verschwörungstheorien

In der Vorstellungswelt der IKS ist die ArbeiterInnenklasse tendenziell revolutionär und nur durch bürgerliche Ideologie in die Irre geleitet. Die IKS führt das gegenwärtige Fehlen von Klassenkämpfen auf von der Bourgeoisie durchgeführte Verwirrungs- und Täuschungsmanöver zurück, statt auf die schwierigen materiellen Bedingungen, denen die ArbeiterInnenklasse angesichts der Krise ausgesetzt ist. Die Schwäche dieser Analyse ist mit der Sichtweise verbunden, dass wir nur die bürgerlichen Täuschungen entlarven müssen und schon wird die ArbeiterInnenklasse Kurs auf die Revolution nehmen. In den Augen der IKS ist es die Aufgabe der RevolutionärInnen, durch Propaganda die Klasse aus diesen Fängen der bürgerlichen Ideologie zu befreien und dadurch den Weg Richtung Revolution zu öffnen. Diese Sichtweise der IKS stellt puren Idealismus dar. Wir akzeptieren diese Sichtwiese nicht und denken nicht, dass wir uns von den praktischen Kämpfen der ArbeiterInnenklasse lossagen und isolieren dürfen. Die zentrale Aufgabe der RevolutionärInnen ist es, an allen Klassenkämpfen aktiv teilzunehmen sofern unsere organisatorische Stärke dies zulässt. Die IKS lehnt hingegen diese aktive Intervention ab und sieht ihre Aufgabe in der reinen Propaganda. Aufgrund ihres Unvermögens die Dynamik von Kämpfen und die Entwicklung von Klassenbewusstsein zu verstehen, agiert die IKS stets als analytischer Wechselbalg. Entweder werden Kämpfe glorifiziert oder verschwörungstheoretisch verdammt. So kam bspw. die IKS zu der Schlussfolgerung, dass die Streikwelle 1995 in Frankreich lediglich ein groß angelegtes Manöver der Bourgeoisie war, um die ArbeiterInnenklasse dahin zu bringen wieder Illusionen in die Gewerkschaften zu haben. Diese Verteuflung der konkreten Klassenkämpfe durch die IKS setzt sich auch bei ihrer Position zu Argentinien fort. Hier sprach die IKS von einer zukunftslosen, interklassizistischen Revolte, in welcher es dem Kleinbürgertum gelungen sei, die ArbeiterInnenklasse dazu zu bringen, sich für das Kleinbürgertum zu opfern und die ArbeiterInnenklasse für die Interessen des Kleinbürgertums einzuspannen. Ebenso jenseitig ist die Sichtweise der IKS zu den Banlieukrawallen in Frankreich, welche von der IKS als sinnlose Revolte verwahrloster und krimineller Jugendlicher angesehen wurden, die nichts mit dem Proletariat zu tun habe. Die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen. Für uns hingegen stellt die Tatsache, dass die Kapitalisten mittels der Gewerkschaften manövrieren um Streiks unter Kontrolle zu bekommen nicht etwa eine neuartige Besonderheit dar, wie dies die IKS behauptet. Niemals dürfen uns die Manöver der Bourgeoisie und der Gewerkschaften (für die Beendigung der Streiks etc.) dazu führen, dass wir soziale Kämpfe ablehnen und verurteilen. Wir müssen diese Kämpfe für ihre Schwäche und ihre Verhaftung in der kapitalistischen Ideologie kritisieren und versuchen sie über den Rahmen, den der Staat akzeptiert, hinauszubringen. Die IKS hingegen ist nicht im Stande, sich auf die reale Bewegung des Klassenkampfes, wie schwach er auch immer sein mag, zu beziehen.

Klassenbewusstsein und Rolle der Partei

Marx erkannte, dass in jeder Epoche die Gedanken der herrschenden Klasse die herrschenden Gedanken darstellen. Aber wie können dann die ArbeiterInnen sich jemals aus der Fessel der kapitalistischen Ideologie befreien? Zuerst einmal wird es unter den Bedingungen der bürgerlichen Herrschaft eine Minderheit der ArbeiterInnenklasse sein, die das kommunistische Programm entwickelt und verteidigt. Die ArbeiterInnenklasse ist eine eigentumslose Klasse kollektiver ProduzentInnen. Der ökonomische Kampf der ArbeiterInnenklasse wirft zwar das Problem der Ausbeutung auf, eröffnet aber aus sich selbst heraus nicht die Antwort auf die Frage, wie die Ausbeutung überwunden werden kann. Nur durch die politische Organisierung derjenigen ArbeiterInnen, die den Charakter des Kapitalismus als vergängliche und zu überwindende Ausbeutergesellschaft erkannt haben, können die herrschenden Gedanken, die immer auch die Gedanken der herrschenden Klasse sind, aufgebrochen und bekämpft werden. Die revolutionäre Partei bildet sich aus den bewusstesten Teilen der Klasse heraus. Das bedeutet aber nicht, dass die revolutionäre Partei von der ArbeiterInnenklasse getrennt ist, wie es die RätekommunistInnen behaupten oder dass die Partei die ArbeiterInnenklasse ist (wie es die BordigistInnen behaupten). Sie ist der organisatorische Ausdruck der bewussten marxistischen Minderheit der Klasse, deren Aufgabe es ist, aktiv an den Kämpfen der Klasse teilzunehmen. Indem sie die Elemente von Bewusstsein, die in den täglichen Kämpfen gegen die Ausbeutung entstehen, politisch verallgemeinert, kann eine solche Organisation dazu beitragen, dass die kommunistische Theorie zur „materiellen Gewalt“ wird und dem kapitalistischen Staat und der Ausbeutung ein Ende setzt. Zur Vorbereitung hierfür müssen wir jetzt mit dem Aufbau einer revolutionären Organisation innerhalb der ArbeiterInnenklasse beginnen. Diese Organisation muss an den Kämpfen der Klasse aktiv teilnehmen, d.h. Teil der Klasse sein und nicht nur eine intellektuelle Avantgarde darstellen. In der Sichtweise der IKS kommt der Partei jedoch keine praktische und organisatorische Bedeutung zu. Ihre Aufgaben sieht sie vorrangig in der Propaganda. Revolutionäres Bewusstsein entwickelt sich jedoch nicht einfach durch kommunistische Propaganda; sondern nur durch die praktische revolutionäre Bewegung selbst. So hob Marx in seiner Schrift „Die deutsche Ideologie hervor, „ … dass sowohl zur massenhaften Erzeugung dieses kommunistischen Bewusstseins wie zur Durchsetzung der Sache selbst eine massenhafte Veränderung der Menschen notwendig ist, die nur in einer praktischen Bewegung, in einer Revolution vor sich gehen kann; dass also die Revolution nicht nur nötig ist, weil die herrschende Klasse auf keine andere Weise gestürzt werden kann, sondern auch, weil die stürzende Klasse nur in einer Revolution selbst dahin kommen kann, sich den ganzen alten Dreck vom Halse zu schaffen und zu einer neuen Begründung der Gesellschaft befähigt zu werden.“ Kommunistisches Bewusstsein kann nicht – wie sich die IKS das vorstellt- von vornherein in den Kämpfen „unterirdisch“ vorhanden sein, sondern sich erst in diesen Klassenkämpfen entwickeln. Zu Beginn aller bedeutenden Klassenkämpfe und Revolutionen (Pariser Commune, Februarrevolution etc.) standen immer äußerst beschränkte Forderungen. Der Klassenkampf ist immer Teil und Ausgangspunkt der Bewegung für den Kommunismus. Von daher ist es von zentraler Wichtigkeit, dass RevolutionärInnen aktiv an den Klassenkämpfen teilnehmen, um in diesen für die Durchsetzung des kommunistischen Programms und der revolutionären Perspektive zu kämpfen.

Übergangsgesellschaft

Die kommunistische Produktionsweise kann sich nicht innerhalb des kapitalistischen Systems entwickeln. Sie setzt den politischen Sturz der Bourgeoisie durch den bewussten und aktiven Kampf der Klasse voraus. Da der Kommunismus nicht per Dekret eingeführt werden kann, erfordert er die Selbstaktivität der Arbeiterklasse. Die zentrale Lehre, die die Kommunistische Linke aus der Oktoberrevolution und dem Prozess der Konterrevolution gezogen hat, ist, dass das Proletariat sich dieser Rolle nicht entziehen, und seine Macht und die Aufgabe der Verwirklichung des Kommunismus nicht an andere, nicht einmal an seine eigene Klassenpartei delegieren darf. Ebenso wie wir hat die IKS aus den Erfahrungen der Russischen Revolution die Schlussfolgerung gezogen, dass die revolutionäre Partei niemals mit dem Staatsapparat verschmelzen darf. Soweit so gut. Gleichzeitig hat sich die IKS jedoch ein geradezu groteskes Bild der Übergangsgesellschaft zurechtgezimmert. In der Sichtweise der IKS soll der Staat in der Übergangsperiode nicht auf den Räten und ihren Organen (Delegierte etc.) basieren, sondern neben und unabhängig von ihnen. Konkret stellt sich die IKS das so vor, dass es in der Übergangsperiode eine Dreiteilung in Staat – Räte (als Organe der ArbeiterInnenklasse) – und Partei (Verkörperung des Bewusstseins) gibt. Diese 3 Teile bestehen in den Augen der IKS unabhängig voneinander. Nach Ansicht der IKS kann sich der Staat der Übergangsperiode „ mit keiner ökonomisch herrschenden Klasse identifizieren, da es in der Gesellschaft der Übergangsperiode keine Klassen dieser Art gibt.“8
Diese Sichtweise der der IKS läuft auf folgende Konsequenzen hinaus:
1.) Der Staat in der Übergangsperiode ist nicht die Diktatur des Proletariats.
2.) Der Übergangsstaat soll dank der magischen Kraft des heiligen Geistes, verkörpert durch das Bündnis aller nichtausbeutenden Klassen, die allesamt gleichberechtigt auf der selben Stufe wie die Überbleibsel der Bourgeoisie stehen, in den Sozialismus übergehen.
3.) Die Diktatur des Proletariats ist demnach keine, da sie keine spezifische Klassengewalt ausübt.
Was die IKS hier abliefert, ist nichts weiter als eine besonders groteske Neuerfindung des Leviathans. Für uns stellt sie sich damit außerhalb der Tradition der Kommunistischen Linken. Schließlich liegt auf der Hand, dass der von der IKS konzipierte, jenseits aller Klassen stehende Übergangsstaat geradezu zwangsläufig eine konterrevolutionäre Entwicklung implizieren würde. Eine von der ArbeiterInnenklasse und ihren Räte-Organen abgehobene und losgelöste Staatsstruktur würde sich jeder Kontrolle von unten entziehen, sich sofort verselbständigen und sich im Nu einen Dreck um die Beschlüsse der Räte scheren. Wenn wir sagen, dass das Proletariat in der Übergangsperiode seine Macht an niemanden übertragen und delegieren darf, gilt dies selbstverständlich auch in besonderem Maße für den von der IKS ersponnenen Übergangstaat.
Besonders in der Frage der Übergangsgesellschaft stellt sich das noch einmal das idealistische Organisationsverständnis der IKS in voller Schärfe. Die revolutionäre Organisation ist keine Konservendose, die jenseits der Klassenorgane (Räte etc.) die revolutionäre Theorie konserviert und propagandistisch verbreitet. Im Gegensatz zur IKS betonen wir daher die aktive Rolle, die RevolutionärInnen während der Übergangsperiode in den Klassenorganen des Proletariats zu spielen haben, um für die Durchsetzung des kommunistischen Programms zu kämpfen.

Organisatorisches Selbstverständnis

Die IKS sieht sich samt ihrer Organisationsstruktur als Vorwegnahme einer künftigen Weltpartei an.9 Im Gegensatz dazu gehen wir davon aus, dass die künftigen Kämpfe der ArbeiterInnenklasse neue Lehren und Kräfte hervorbringen werden, die ihre eigenen positiven Beiträge zum Prozess der Schaffung einer Weltpartei des Proletariats einbringen werden. Wir hoffen die richtigen Mittel und Wege zu finden, um mit diesen Elementen in Diskussion und Tuchfühlung zu gehen, und so substantielle Schritte nach vorne zu machen. Natürlich wollen wir in diesem Prozess eine große Rolle spielen und andere KommunistInnen für unsere Positionen gewinnen. Gleichzeitig betonen wir immer wieder: Wir sind „für die Partei“, aber wir sind nicht die Partei, der Kern der Partei und schon gar nicht die Vorwegnahme der Partei. So etwas zu behaupten wäre nicht nur angesichts unserer gegenwärtigen Schwäche absurd, sondern würde auch die Annahme bedingen, dass eine Partei einfach durch den Willen einiger Weniger entstehen könnte. Wir verstehen uns als eine internationale Organisation, der jene angehören, die sich am Kampf für eine zentralisierte Partei beteiligen und gemeinsam für dieses Ziel kämpfen, diskutieren und arbeiten wollen. Einer der beliebtesten Anwürfe der IKS gegen unsere Organisation besteht in der (falschen) Behauptung, dass wir föderalistisch organisiert seien. Auch diese Unterstellung entbehrt jeder Grundlage. Richtig ist, dass wir den von der IKS propagierten Zentralismus im gegenwärtigen Stadium für verfrüht und im ganz speziellen Fall der IKS für ein künstliches Franchise-Konzept halten. Die Gruppen der IKT arbeiten auf der Basis einer hohen politischen Homogenität und den Prinzipien des demokratischen Zentralismus. Wir sind uns bewusst, dass die Herausforderungen des Klassenkampfes uns vor neue Probleme stellen werden, auf die wir angemessen reagieren müssen. Um unserer eigenen Existenz willen war es (im Gegensatz zur IKS) nie unser Ziel Briefkastenfirmen oder bloße Vertriebsstellen zuschaffen, die lediglich die Orthodoxien der dominantesten und erfahrensten Organisationen nachplappern würden. Wir gehen davon aus, dass sich unsere organisatorischen Kerne in den jeweiligen Ländern nur zu wirklichen kommunistischen Organisationen entwickeln können, wenn sie in der Lage sind, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und dadurch die Praxis einer zukünftigen Partei zu bereichern. Wie bereits oben ausgeführt, rechnen wir damit, dass die Klassenkämpfe neue politische Elemente hervorbringen werden und wir hoffen uns in einem Prozess der Diskussion und Umgruppierung weiterentwickeln zu können. Was die Lage und die Perspektiven des sog. „proletarischen Milieus“, (d.h. jenes Spektrums von Gruppen, die sich auf linkskommunistische Positionen beziehen) betrifft, so ist unsere Einschätzung nach wie vor ernüchternd. Genau wie bei den Bordigisten führten die offenkundigen Konfusionen der IKS sowie ihr internes Regime zu eine Reihe von Spaltungen. Einige dieser abgespaltenen Gruppen beanspruchen für sich das „wahre Erbe der IKS“ zu vertreten, andere sind zu den rätekommunistischen Wurzeln der IKS zurückgekehrt und wiederum andere sonnen sich in ihrer sterilen akademischen Existenz. Vor diesem Hintergrund gleicht das sog. proletarische Milieu einem absurden Theater, indem sich von der Klasse isolierte Kleinstgruppen mittels gegenseitiger Anfeindungen oder abstrakter Appelle in ihren jeweiligen Fantasien bestätigen. Die hysterischen und geradezu bizarren Reaktion der IKS auf ihre Abspaltungen haben nicht unwesentlich zu dieser Situation mit beigetragen.10 Angesichts dieser Situation wäre das Ansinnen eines neuen Zyklus von Konferenzen der kommunistischen Linken ein Gipfeltreffen der Eitelkeiten mit äußerst begrenztem Unterhaltungswert. Auch wenn wir zuweilen Polemiken führten und führen, hatten wir nie eine Orientierung auf bestehende politische Gruppen so nahe sie uns auf dem Papier auch stehen mögen, sondern immer auf die ArbeiterInnenklasse als Ganzes. Den Schwerpunkt unserer Arbeit sehen wir daher nach wie vor in der aktiven Intervention in die Klassenkämpfe, um uns so politisch wie organisatorisch weiterzuentwickeln. Wir würden uns freuen in diesem Prozess die GenossInnen der IKS zu treffen. Allerdings sind wir diesbezüglich mehr als skeptisch. In ihrer gegenwärtigen Verfassung ist die IKS im Kopf noch schwächer, als sie ohnehin schon auf den Beinen ist. (GIS)

  1. So hält es die IKS für notwendig unsere Organisation „zu diskreditieren damit sie von der politischen Bildfläche verschwindet“. Ferner sieht es die IKS als ihre „wichtigste internationale Priorität“ an, „besonders in Deutschland“ unserem „negativen Einfluss auf das Milieu entgegenzutreten.“ (Resolution über die Aktivitäten des 16. Kongresses der IKS) [zurück]
  2. Erwähnt sei an dieser Stelle nur die Manipulation unseres Wikepedia-Eintrags durch IKS-Mitgleider. [zurück]
  3. Eine der beliebtesten Lügen der IKS ist die Behauptung, dass unsere italienische Schwesterorganisation, PCInt (Battaglia Comunista) „bordigistisch“ sei, und für sich beanspruche der alleinige Kern einer zukünftigen revolutionären Partei zu sein. Dabei heben unsere GenossInnen in jeder Ausgabe ihrer Zeitung immer wieder hervor: „Noi siamo per il partito, ma non siamo il partito, ne`l´unico suo embrione“ [zurück]
  4. So behauptet die IKS bspw., dass der PCInt in der Partisanenbewegung gearbeitet habe, bzw. diese unterstützt habe. Dies ist eine widerliche Verleumdung. Richtig ist, dass GenossInnen der PCInt auf Anordnung des Stalinistenführers Togliatti ermordet wurden, als sie versuchten, den stalinistischen Einfluss auf die Arbeiterklasse zurückzudrängen und (teilweise mit Erfolg) ArbeiterInnen von den Partisanen weg für eine internationalistische Perspektive zu gewinnen. [zurück]
  5. Zit. nach Prometeo vom 1.11.1943 [zurück]
  6. Wie immer ist das Argument der IKS denkbar einfach gestrickt: Da es nach dem zweiten Weltkrieg zu keiner Revolution kam, war die Gründung der PCInt falsch und die GCF lag richtig. Dies lässt außer Acht, dass die PCInt in einer bedeutenden Welle von Klassenkämpfen entstand. Zum Leidwesen der IKS existiert die PCInt noch heute und hat sich politisch weiterentwickelt. Die GCF hingegen wurde Opfer ihres eignen Schematismus und verschwand von der Bildfläche. Der prognostizierte Krieg in Europa fand (bisher) nicht statt. Damit wäre wohl über den analytischen Gebrauchswert des „historischen Kurses“ genug gesagt. [zurück]
  7. Oberflächlich betrachtet klingt das überzeugend. Es gab in einigen Teilen der Welt in der Tat eine Reihe von ArbeiterInnenkämpfen (Italien 1969, Polen, Spanien, Argentinien, Großbritannien 1972-74 usw.), die mitunter das Aufkommen neuer kommunistischer Gruppen begünstigten. Auch unsere italienische Schwesterorganisation, PCInt (Battaglia Comunista) wurde durch das Aufkommen dieser Kämpfe ermutigt auf internationaler Ebene neue Initiativen zu entwickeln. Gegenüber der IKS, die angesichts der „Welle von Kämpfen“ geradezu in Euphorie verfiel, betonte die PCInt jedoch, dass die ideologische Vorherrschaft des Kapitals über die ArbeiterInnenklasse noch lange nicht gebrochen war. Eine Ende der Konterrevolution und eine Entwicklung des Klassenbewusstseins müsse sich auch organisatorisch im Entstehen einer internationalen revolutionären Klassenpartei ausdrücken. Entgegen aller IKS- Mythen konnten sich die revolutionären Gruppen jedoch nur in sehr bescheidenem Maße entwickeln. Stattdessen erstarkten offen reformistische und sozialdemokratische Organisationen. Ebenso konnte die pseudo-revolutionäre trotzkistische Bewegung ein Wachstum verzeichnen, und mit und teilweise sogar in der Sozialdemokratie ihre Rolle als linker Verteidiger des kapitalistischen Systems weiterspielen. Gleichzeitig sind viele kommunistische Gruppen wieder zerfallen oder wurden geschwächt, was der IKS eigentlich zu Denken geben sollte. [zurück]
  8. Resolution des 3. Kongresses der IKS zum Staat der Übergangsperiode. [zurück]
  9. In ihrer eigenen Phantasiewelt befangen geht die IKS zuweilen weiter, und wiegt sich in der Gewissheit, „dass heute alleine die IKS die Grundlagen für die zukünftige Partei legt, die die Klasse hervorbringen muss.“(Resolution über die Aktivitäten des 16. Kongresses der IKS) [zurück]
  10. So werden die abgespaltenen Gruppen und KritikerInnen der IKS mit dem sozialrassistischen Begriff des „Parasitismus“ belegt. Mittlerweile hat der Wahnsinn die IKS soweit erfasst, dass sie den Anspruch erhebt, die Definitionsmacht darüber zu haben, wer zum „proletarischen Milieu“ gehört und wer nicht. Da im verqueren Weltbild der IKS da letztendlich kaum jemand übrig bleibt, nimmt es auch kein Wunder, dass die IKS nun in letzter Zeit dazu übergeht, sich bei anarchistischen Gruppen einzuschleimen. Dies zeigt einmal mehr, wie weit bei der IKS Opportunismus und Sektierertum beieinander liegen. [zurück]