Archiv für Februar 2012

Nachtrag zum Streik bei Elliniki Halivourgia: Weitere Manöver von Stalinisten und Gewerkschaft

Gestern (21.2.) hat die Führung der Gewerkschaft von Elliniki Halivourgia (Aspropyrgos) eine ekelhafte Erklärung bezüglich des (von ihnen zugelassenen und begrüßten) Auftritts der Nazis im Werk herausgegeben. In diesem Text verurteilen sie „den Versuch der Xrisi Afgi (Goldenen Morgendämmerung) und anderer Gruppen unseren heroischen Kampf zu diskreditieren und zu verhöhnen.“ Weiter heißt es darin: „Wir erklären, dass die Stahlarbeiter von der „Goldenen Morgendämmerung“ und anderen diversen angeblichen Revolutionären gänzlich unbeeinflusst sind. Die Stahlarbeiter sind Teil der organisierten Klassenbewegung, die nach wie vor der wichtigste Unterstützer ihrer Sache ist. Es ist kein Zufall, dass die PAME von allen möglichen Leuten außerhalb wie innerhalb Griechenlands beschuldigt wird. Sie war von Beginn an der Hauptunterstützer unseres Kampfes.“Gleichzeitig schreibt die Rizospastis (‘Radikal’), das Zentralorgan der KKE, am Dienstag den 21. Februar: Die „Goldene Morgendämmerung“ hat eine Gelegenheit gefunden eine Provokation gegen die KKE, die Klassenbewegung und die Streikenden von Elliniki Halivourgia’ zu veranstalten.“

Sozialrevolutionärer Diskussionszyklus in Berlin

nächstes Treffen am 6.3.2012 – Thema: Die Räte in der Oktoberrevolution
um 19:30 Uhr im Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm
Mehr Infos gibt es hier

Griechenland: Stalinisten ermöglichen Nazis den Zutritt zu einer Streikveranstaltung

Die ArbeiterInnen von Elliniki Halivourgia (‘Griechische Stahlwerke’) sind seit 111 Tagen im Streik. Elliniki Halivourgia ist ein Stahlwerk in Aspropyrgos, einem Industriegebiet von Athen. Dem gleichen Unternehmen gehört noch eine anderes Werk in Volos. Das Management wollte eine Fünftage-Woche und eine Lohnkürzung von 40% durchdrücken. Am 30. Oktober 2011 lehnte eine Vollversammlung der ArbeiterInnen des Werks von Aspropyrgos diese Kürzungspläne einstimmig ab. Im Gegensatz dazu stimmte die Gewerkschaft im Werk von Volos den Plänen des Unternehmens zu. Unmittelbar danach kündigte das Management die Entlassung von 34 ArbeiterInnen in Aspropyrgos an. Als Antwort darauf beschlossen die ArbeiterInnen einen unbefristeten Streik und besetzten die Fabriktore.

Bericht von GenossInnen aus Athen

Vorgestern griff die Polizei ohne ersichtlichen Grund die Kundgebungen an. Ihr Ziel bestand darin, zehntausende Demonstranten durch den Beschuss von hoch giftigem Tränengas zu zerstreuen und den Platz vor dem Parlament mit allen Mitteln zu räumen. Dennoch blieben viele Demonstranten auf den Straßen, waren jedoch den Angriffen der Polizei schutzlos ausgeliefert. An den Riots beteiligten sich AnarchistInnen, Jugendliche und viele “normale” Leute