Archiv für März 2012

Faschistische Einschüchterungsversuche in Bozen: Internationalistische Solidarität mit den angegriffenen GenossInnen!

Am Abend des 18. März wurden zwei GenossInnen der “Amici di Spartaco”1 in Bozen (Südtirol) von Faschisten angegriffen. Einer der Angreifer ist ein bekanntes Mitglied des Blocco Studentesco, der Jugendorganisation des faschistischen Netzwerkes „Casa Pound“. Unsere GenossInnen haben sich entschlossen gegen den Angriff zur Wehr gesetzt. Der Versuch sie einzuschüchtern ist gescheitert. Es ist nicht das erste Mal, dass rechtsextreme Aktivisten unsere GenossInnen verfolgen und angreifen.

Sozialrevolutionärer Diskussionszyklus in Berlin

nächstes Treffen am 3.4.2012 – Thema: „Das Gewissen der Revolution“ – Die linkskommunistische Opposition gegen den Stalinismus
Beim nächsten Termin wollen wir uns mit dem Prozess der Entmachtung der Räte und der Bürokratisierung des Partei-und Staatsapparates in der UdSSR beschäftigen. Als Grundlage dienen uns Textauszüge linker Dissidenten und Oppositionsströmungen der Bolschewistischen Partei. Wie […]

Marx, Engels und die Frage der proletarischen Organisation

Im letzten Teil unserer Artikelreihe haben wir herausgearbeitet, dass die politische Organisation der ArbeiterInnenklasse kein künstliches Produkt ist, sondern dem Klassencharakter des Proletariats entspringt. Die ArbeiterInnenklasse hat kein Eigentum zu verteidigen. Sie kann von daher nicht ihr Bewusstsein entwickeln, indem sie einfach nur ihre unmittelbaren Interessen verteidigt. Ihr Bewusstsein entwickelt sich in den Kämpfen und aufgrund des Charakters dieser Kämpfe ist es oft partiell, fragmentiert und periodisch unterschiedlich entwickelt. Während es sich in einem Bereich ausbreitet, geht es in einem anderen zurück. Der ökonomische Kampf gegen das Kapital führt jedoch einige ArbeiterInnen dazu ihre Erfahrungen und ihre Lage in unterschiedlicher Form zu reflektieren. Jene, die erkennen, dass der ökonomische Interessenkampfs zwar notwendig aber nicht ausreichend ist, um das Lohnsystem zu überwinden, müssen sich systematisch um ein politisches Programm organisieren, welches die Lehren der proletarischen Erfahrungen zusammenfasst. Dies führt uns zur Frage der politischen Organisation, oder um es in den Begriffen des 19. Jahrhunderts zu formulieren der Frage der „Partei“.

Aghis Stinas: Das Massaker an den internationalistischen Kommunisten in Griechenland (Dezember 1944)

Der Widerstand gegen die Austeritätspolitik in Griechenland steht vor vielen Herausforderungen und Problemen. Eines dieser Probleme stellt ohne Frage die Politik der KKE („Kommunistische“ Partei Griechenlands) dar. Wir sind bereits an anderer Stelle auf den bizarren Nationalismus und die sektiererische Politik der KKE eingegangen. Die KKE ist eng in der Tradition des Stalinismus verwurzelt. Nationalistische Klassenkollaboration und gewaltsames Vorgehen gegen linke Kritiker und Dissidenten sind ihr spezielles Markenzeichen. Der folgende Text des internationalistischen Kommunisten Aghis Stinas geht auf diese unschöne Tradition ein. Stinas gehörte zu jener Generation internationalistischer Aktivisten die durch die Oktoberrevolution und die weltweite revolutionäre Welle politisiert wurde. Er trat früh der Kommunistischen Partei bei und kämpfte als linker Oppositioneller gegen deren Stalinisierung. Nach seinen Parteiausschluss 1931 beteiligte er sich an der Gründung der KDEE (Internationalistische Kommunistische Union), einer der wenigen revolutionären Gruppen, die inmitten der imperialistischen Massaker des Zweiten Weltkrieges kompromisslos internationalistische Positionen verteidigte. Mit viel Glück gelang es Stinas die faschistische Repression und die Verfolgungen durch die Stalinisten zu überleben. Auch wenn er sich gegen Ende seines Lebens aus der organisierten politischen Aktivität zurückzog, blieb er ein unversöhnlicher Gegner des Kapitalismus. Als ihm der Sozialdemokrat Papandreou für die vielen Jahre in Knästen, Lagern, Illegalität und Exil eine Opferrente in Aussicht stellte, lehnte er dies mit den Worten ab: „ Die Revolte ist eine Pflicht und kein Beruf“. Eine deutsche Übersetzung seiner Lebenserinnerungen ist in Vorbereitung. Weitere Infos zu Aghis Stinas gibt es hier(GIS)

Während des Ersten Weltkrieges setzten die Schlächter die die Menschen beherrschten eigens ausgebildete Polizeieinheiten und professionelle Killer ein, um die Internationalisten zu massakrieren. Während des Zweiten Weltkrieges nahmen sich die Stalinisten dieser Aufgabe an