Archiv für Juli 2012

Der Kampf der asturischen BergarbeiterInnen und die sozialen Bewegungen im spanischen Staat

Seit Wochen wehren sich die BergarbeiterInnen von Asturien gegen die drakonischen Sparprogramme der konservativen Regierung Rajoy. Das Sparprogramm der Regierung sieht vor, die Bergbausubventionen um 64% zu kürzen. Dadurch wären 50 000 Arbeitsplätze im Bergbau wie auch anderen Sektoren bedroht. Für ganze Landstriche in den nördlichen Regionen des spanischen Staates (Asturien, Aragon, Leon) hätte dies ökonomischen Zerfall und noch weitere soziale Verelendung zur Folge.

BergarbeiterInnen im unbefristeten Streik:

„Uníos Hermanos Proletarios“ – Der ArbeiterInnenaufstand in Asturien 1934

Als die „sozialistischen“ Parteien der Zweiten Internationale beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 die ArbeiterInnen dazu aufriefen, sich für das „Vaterland“, d.h. die imperialistischen Interessen ihrer Ausbeuter abzuschlachten, trat ihr reaktionärer Charakter offen zutage. Im spanischen Staat verhielt es sich jedoch anders. Hier gelang es der Bourgeoisie sich aus dem Konflikt heraus – und „neutral“ zu verhalten. Das erlaubte auch der „Sozialistischen“ Partei (PSOE) und der anarchosyndikalistischen CNT sich weiterhin das Image proletarischer Organisationen zu geben. Was die PSOE anbelangt, so hatte sie ihren Opportunismus jedoch schon zur Genüge unter Beweis gestellt als sie sich mit der Militärdiktatur von Miguel Primo de Rivera arrangierte und mit ihr zusammenarbeitete.