Archiv für Mai 2015

Shades of Grey: Rojava, der „Spirit of 36“ und das Wolkenkuckucksheim der „Linken“

„Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. (…) Die Tradition der toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf den Gehirnen der Lebenden. Die soziale Revolution (…) kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft. Sie kann nicht mit sich selbst beginnen, bevor sie allen Aberglauben an die Vergangenheit abgestreift hat. Die früheren Revolutionen bedurften der weltgeschichtlichen Rückerinnerung um sich über ihren eigenen Inhalt zu betäuben. Die Revolution (…) muss die Toten begraben lassen, um bei ihrem eigenen Inhalt anzukommen.“ (Karl Marx)

Das Auftauchen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) leitete eine neue Runde blutiger Verteilungskämpfe in der ohnehin schon krisengeschüttelten des Mittleren Ostens ein. Erwartungsgemäß führte diese Entwicklung auch im buntscheckigen Spektrum der Restlinken zu Verunsicherungen, weiteren Verwirrungen und allerlei politischen Bocksprüngen.