Archiv der Kategorie 'Germinal'

Gegen Rassismus und autoritäre Formierung: Das Problem heißt Kapitalismus!

Wir werden sie jagen!“, krakeelte Alexander Gauland unmittelbar nach dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag. Spätestens nach den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz und Köthen sollte klar sein, dass dies keine leere Drohung war. Der Aufstieg der AfD beflügelt die gesamte extreme Rechte und übersetzt sich zunehmend in rassistisch motivierte Gewalttaten auf der Straße. Für manche mochten die Vorkommnisse in Chemnitz nichts Neues sein. In Freital, Heidenau, Einsiedel und Bautzen kam es zu rassistischen Übergriffen, die von einer höchst aggressiven Stimmung getragen wurden. Wie schon in Cottbus ist es Nazi -und Hooligangruppen in Chemnitz und anderswo gelungen, über ihre eigenen Strukturen hinaus auf eine Masse zurückzugreifen, die sich bereitwillig zur Verfügung stellt und ihrem ungezügelten Hass freien Lauf lässt. In Zahlen gesprochen sind es nicht mehr einige Hundert, sondern einige Tausend. Immer mehr scheint es ihnen zu gelingen, bis in die Mitte der Gesellschaft hinein autoritär strukturierte „Wutbürger“ anzusprechen. Hier formiert sich eine reaktionäre Bewegung deren ideologischer Kitt auf verschwörungstheoretischen, antisemitischen, rassistischen und völ-kisch-nationalistischen Ideen beruht.

Gegen Nationalismus und Krieg!

Keine schönen Zeiten. Weltweit nehmen nationalistische Spannungen, Rüstungswettläufe, und militärische Konflikte immer drastischere Formen an, während die Stellschrauben der Ausbeutung angezogen werden. Diese Entwicklung ist mitnichten einfach nur das Werk egoistischer oder inkompetenter Politiker, sondern Ausdruck der Funktionsweise dieses Systems.

Die Bedeutung der Russischen Revolution heute

Die Herrschenden wollen uns weismachen, dass die Russische Revolution unweigerlich in die brutale Diktatur Stalins führen musste, durch die Millionen Menschen ums Leben kamen. Doch die Schrecken des Stalinismus können nicht den Blick auf die Tatsache verstellen, dass sich 1917 zum ersten und bisher einzigen Mal die ArbeiterInnenklasse in einem imperialistischen Land erhob und die Bourgeoisie stürzte. Deshalb bleibt die Russische Revolution auch 100 Jahre später ein wichtiger politischer Bezugspunkt.

Glasbruch und Protest: 8 Bemerkungen im Nachklapp auf G20 und den Perspektiven revolutionärer Politik

„Was sich uns als bürgerliche Gesetzlichkeit präsentiert, ist nichts anderes als die von vornherein zur verpflichtenden Norm erhobene Gewalt der herrschenden Klasse.“ (Rosa Luxemburg)

1) Die Ergebnisse des 130 Millionen Euro teuren G20 Gipfels in Hamburg fielen erwartungsgemäß bescheiden aus. Laut offizieller Verlautbarung sollte das Treffen der G20 den politischen Entscheidungsträgern die Möglichkeit bieten, „die Sprachlosigkeit zu überwinden und miteinander in Dialog zu treten“.1 Letzten Endes reichte es nur für einige Formelkompromisse mit überschaubarer Haltbarkeitszeit. Einig wurde man sich im Endeffekt jedoch nur, in zentralen Fragen (Freihandel, Klima etc.) eben uneinig zu sein. Dass diese Bilanz von der bürgerlichen Journaille mitunter als „Teilerfolg“ verkauft wird, sagt viel über den Zustand dieser Welt aus. Einer Welt, die sich seit nunmehr 10 Jahren im Griff einer tiefen Wirtschaftskrise befindet, in der die Interessengegensätze der Herrschenden immer unversöhnlicher aufeinanderprallen und sich in kriegerischen Konflikten und wachsender Instabilität entladen.

Gegen Ausbeutung, Krise und Krieg: NO WAR BUT THE CLASS WAR!

Ein weiterer 1. Mai inmitten von imperialistischen Spannungen, die Kriege anheizen und weitere zu entfachen drohen, die weitaus härtere und destruk-tivere Ausmaße annehmen als die Konflikte der letzten Jahrzehnte. Der Zu-sammenbruch der UdSSR wurde von bürgerlichen Ideologen aller Couleur als Beginn einer neuen Ära des Friedens und der Prosperität gefeiert. In Wirklichkeit ist jedoch, mittlerweile für jeden ersichtlich, genau das Gegenteil eingetreten, – und es hätte auch gar nicht anders sein können. Die Gründe die zum Zusammenbruch des „Ostblocks“ führten, haben den „Westen“ we-der ausgespart, noch sind sie verschwunden. Trotz des Auftauchens neuer Akteure auf der Bühne der Weltwirtschaft, befindet sich die Fundamente des weltweiten kapitalistischen Systems in einem kontinuierlichen Verschleißprozess.