Archiv der Kategorie 'Gewerkschaftskritik'

Thesen über die Rolle der KommunistInnen in den ökonomischen Kämpfen der ArbeiterInnenklasse

1) Die Geschichte aller bisherigen Klassengesellschaften wurde durch Klassenkämpfe bestimmt. Doch während alle früheren aufsteigenden Klassen ihre politische und ökonomische Herrschaft auf der Basis bestimmter Eigentumsformen erkämpften und verteidigten, verfügt die ArbeiterInnenklasse, das Proletariat, über kein Eigentum. Unsere Kämpfe nehmen daher eine andere Form als die anderer streitender Klassen an. Die ArbeiterInnenklasse produziert durch ihre Arbeit den ganzen Reichtum des kapitalistischen Systems. Doch der Großteil dieses Reichtums wird von der Kapitalistenklasse täglich angeeignet. Dies wird dadurch erreicht, indem die Kapitalisten nur für die Fähigkeit zu arbeiten, bzw. die Arbeitskraft bezahlen, während sie sich die Früchte dieser Arbeit aneignen. Dies führt dazu, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter nur für einen Teil ihrer Arbeit in Form des Lohns bezahlt werden, und den Rest des Tages unbezahlt für die Kapitalisten schuften. Die Kapitalisten versuchen unentwegt, den Preis der Arbeitskraft soweit wie möglich auf ein Minimum zu senken, während die Arbeiterinnen und Arbeiter den Wert der einzigen Ware die sie anbieten können verteidigen, den Wert der Ware die Arbeitskraft

Perspektiven kommunistischer Betriebsarbeit

Unsere britischen GenossInnen der Communist Workers`Organisation (CWO)führen regelmäßige Diskussionsveranstaltungen durch. Hier der Bericht eines Treffens, welches sich schwerpunkmäßig um die Frage kommunistischer Betriebsarbeit drehte.
Die Diskussion wurde von einem Genossen aus York eingeleitet. In seinem Referat legte er dar, dass zwischen Bourgeoisie und Proletariat ein zweifacher Widerspruch bestehe: 1. dem Interesse der Bourgeoise so viel Mehrwert wie möglich auszupressen und 2. dem Vorteil und Nutzen die die Bourgeoisie aus der Klassengesellschaft zieht und unserem Interesse eine klassenlose Gesellschaft zu erkämpfen.

The Great Unrest (1910 bis 1914): Als die britische ArbeiterInnenklasse die Fundamente des Kapitalismus erschütterte

Je mehr Zeit vergeht desto mehr entwickelt sich das Internet zu einer Hauptquelle der vergessenen Details der Geschichte der ArbeiterInnenklasse die ansonsten in den Archiven lagern und nur gelegentlich ans Tageslicht befördert werden, um die gängigen Interpretationen zur Geschichte der „Arbeiterbewegung“ zu stützen. In diesem Text geht es darum, auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückzublicken. Er basiert auf Quellenmaterial aus lokalen Archiven aus dem Nordosten Englands und anderer Orte, welches deutlich zeigt, dass die legendären Ereignisse wie die Kanonenboote auf der Mersey nicht die ganze Geschichte war. Vielmehr handelte sich um eine landesweite, von der ganzen ArbeiterInnenklasse getragene Bewegung, die den bürgerlichen Staat ernsthaft herausforderte.

General Motors: Die Bosse und Gewerkschaften treffen auf den Widerstand der ArbeiterInnen

Am 16. Oktober begannen ArbeiterInnen des General Motors Montagewerks Lake Orion eine Protestkundgebung vor der Gewerkschaftszentrale der United Auto Workers (UAW), dem sog. „Solidaritätshaus“. Ihnen schlossen sich KollegInnen aus den Werken in Mansfield, Ohio und Indianapolis an, wo ArbeiterInnen des UAW Local 23 einen von der UAW vereinbarten Tarifvertrag niedergestimmt hatten.

“Oktober“streik 1950 in Österreich

September/Oktober 1950 fand die einzige und letzte große Streikbewegung im Nachkriegsösterreich statt. Diese Streikbewegung wird Oktoberstreik genannt, obwohl sie Ende September 1950 begann und auch im September ihren Höhepunkt hatte. Seit dem “Oktober“streik ist es der Bourgeoisie glänzend gelungen, durch das Instrument der institutionalisierten Sozialpartnerschaft und die damit verbundene Verschleierung der Kapitalherrschaft durch die Ideologie des sozialen Friedens, die ArbeiterInnenklasse zu lähmen und Arbeitskämpfe und Streiks zu präventiv zu verhindern.