Archiv der Kategorie 'Klassenkämpfe'

Gegen Ausbeutung, Krise und Krieg: NO WAR BUT THE CLASS WAR!

Ein weiterer 1. Mai inmitten von imperialistischen Spannungen, die Kriege anheizen und weitere zu entfachen drohen, die weitaus härtere und destruk-tivere Ausmaße annehmen als die Konflikte der letzten Jahrzehnte. Der Zu-sammenbruch der UdSSR wurde von bürgerlichen Ideologen aller Couleur als Beginn einer neuen Ära des Friedens und der Prosperität gefeiert. In Wirklichkeit ist jedoch, mittlerweile für jeden ersichtlich, genau das Gegenteil eingetreten, – und es hätte auch gar nicht anders sein können. Die Gründe die zum Zusammenbruch des „Ostblocks“ führten, haben den „Westen“ we-der ausgespart, noch sind sie verschwunden. Trotz des Auftauchens neuer Akteure auf der Bühne der Weltwirtschaft, befindet sich die Fundamente des weltweiten kapitalistischen Systems in einem kontinuierlichen Verschleißprozess.

Ungarn 1956: Arbeiteraufstand gegen die Parteidiktatur

Sechzig Jahre liegt es zurück, seit dem der Einmarsch der russischen Armee das kurze Leuchtfeuer der Ungarischen Revolution in Asche und Blut und Kerkern erstickte. Die Größe des Ereignisses verbietet es die Ungarische Revolution leichtfertig in Kategorien von Sieg oder Niederlage abzuhandeln. Die Ursachen warum dieser Arbeiteraufstand so niedergeschmettert werden konnte, weshalb innerhalb kurzer Zeit fast wieder Friedhofsruhe einkehrte und warum die Selbstermächtigung nicht dazu führte, das revolutionäre Organisationen entstehen konnten, liegt auch in den nur noch schwer entzifferbaren Hoffnungen und Träumen der Aufständischen begründet, der seit Jahrzehnten unter einem Ballast erfolgreicher ideologischer Verklärungen verschüttet liegt.
Ein Blick zurück muss die falschen Illusionen und trügerischen Erwartungen der damaligen Zeit benennen, damit wir fähig werden zu verstehen, welche Fehler in Zukunft zu vermeiden sind.

Frankreich: Ein neuer Angriff auf die ArbeiterInnenklasse!

In den letzten Monaten haben die französischen ArbeiterInnen mit Streiks, Straßendemonstrationen und Versammlungen gegen das neue Arbeitsgesetz protestiert. In Hinblick auf das sog. „El Khomri-Gesetz“ (benannt nach der Arbeitsministerin Myriam El Khomri) besonders bemerkenswert, ist weniger der Inhalt als die Reaktionen, die es bei weiten Teilen der ArbeiterInnenklasse und der sog. Zivilgesellschaft, also den StudentInnen und weiten Teilen des zerfallenden Kleinbürgertums im Verlauf der nächtlichen „Nuit debout“ Meetings hervorgerufen hat

Gegen Ausbeutung, Krise und Krieg: It`s time to organise!

Wir leben in einer immer gefährlicheren Welt. Der Kapitalismus befindet sich in der tiefsten Krise seit 80 Jahren. Der Fall der Profitrate hat weltweit zu einer Stagnation der Investitionen geführt. Die Auswirkungen sind überall ersichtlich. Weltweit haben die Regierungen den Lebensstandard der ArbeiterInnenklasse unaufhörliche angegriffen, um so (vergeblich) zu versuchen, die durch die Finanzspekulation hervorgerufene Schuldenlast zu senken. Die ökologische Zerstörung des Planeten nimmt immer katastrophalere Formen an. Gleichzeitig hat die Wirtschaftskrise in vielen Regionen der Welt zu Aggressionen und kriegerischen Konflikten geführt. Ob nun im Südchinesischen Meer, im Mittleren Osten oder der Ukraine – überall lassen die imperialistischen Mächte in Erwartung eines offenen Konflikts ihre Muskeln spielen.

Irland: 100 Jahre nach dem Easter Rising (1916)

Die heutige Irische Republik wurde formell am Ostermontag 1949 ins Leben gerufen. Die Wahl des Tages war kein Zufall, sondern eine bewusste symbolische Identifikation mit dem Osteraufstand, der genau 33 Jahre vorher stattgefunden hatte. Um die Ereignisse des Osteraufstandes von 1916 ranken sich allerlei Mythen und Legenden. So wird oft behauptet, dass der Osteraufstand der Funken war, an der sich die republikanische Bewegung entzündete, was schließlich in der irischen Unabhängigkeit mündete. Der folgende Text unserer britischen Schwesterorganisation CWO legt einen anderen Schwerpunkt: Das Verhältnis von Nationalismus und dem Kampf der Arbeiterklasse für den Sozialismus. Er zeigt die verhängnisvollen Folgen einer Beteiligung der Arbeiterklasse an nationalistischen Bewegungen im Zeitalter des Imperialismus auf.