Archiv der Kategorie 'Kommunistische Linke'

Die zukünftige Internationale

Heute befinden wir uns in einer Situation, in der der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, das Proletariat allerdings so fragmentiert und desorganisiert ist, dass es sich allen-falls sporadisch den Implikationen von Krieg, Austerität und zunehmender Verarmung wi-dersetzt. Es mag etwas verfrüht erscheinen, über einen Prozess nachzudenken, in dem sich eine zukünftige Internationale der ArbeiterInnenklasse herausbilden wird. Dennoch gib es in dieser schwierigen Situation überall auf der Welt viele neue Elemente, die die Stagnation, wenn nicht gar den Bankrott dieses Systems erkennen. Sie debattieren und diskutieren im Internet und hier und da in kleinen Gruppen wie das Proletariat sich befrei-en könnte. Indem sie das tun, versuchen sie genau wie wir, sich die Erfahrungen der Ar-beiterInnenkämpfe der Vergangenheit anzueignen. Im Folgenden wollen wir unseren Bei-trag zu dieser notwendigen Diskussion leisten, und unsere Sichtweise der historischen Lehren des Proletariats darstellen.

Neue Broschüre zur Kommunistische Linken:

Der Begriff „Kommunistische Linke“ ist heute etwas verwirrend. Wir benutzen ihn nicht häufig. Vielmehr ziehen wir es vor und uns als „Internationalistinnen“ zu bezeichnen. Wir versuchen auch den Begriff „Italienische Linke“ nach Möglichkeit zu vermeiden, weil auch er zu noch mehr Verwirrung führen kann.

Arthur Goldstein (KAPD): Gegen den Nationalkommunismus!

„Macht die Sache des Volkes zur Sache der Nation, dann wird die Sache der Nation die Sache des Volkes sein!“ fasste der nationalistische Propagandist Karl Otto Paetel1 die Quintessenz der Ideologie des Nationalbolschewismus zusammen, die heutzutage von der extremen Rechten wieder intensiv rezipiert wird. Die Grundzüge dieser reaktionären Konzeption gehen auf die Umtriebe der beiden sog. „Hamburger Nationalkommunisten“ Fritz Wolffheim und Heinrich Laufenberg zurück, die Anfang der 20er Jahre argumentierten, dass das sog „Versailler Diktat“ zu einer „Verstümmelung des deutschen Reichkörpers“ und zu einer „Proletarisierung des gesamten deutschen Volkes geführt“ habe. Daraus leiteten sie die Notwendigkeit eines „Burgfriedens zwischen Kapital und Proletariat ab, und traten für einen „revolutionären Volkskrieg“ im Bündnis mit der Sowjetunion gegen die westlichen Ententemächte ein. Dieses nationalistische Konglomerat mündete schließlich in antisemitischen Hetztriaden, die sich maßgeblich (aber nicht nur) gegen den damaligen KPD-Vorsitzenden Paul Levi richteten. Derart reaktionäre Töne sorgten in der kommunistischen Bewegung für Verwunderungen und allerlei Konfusionen.

Erklärung der IKT zur Auflösung der GIO (Kanada)

Im Januar diesen Jahres erhielt die IKT von den kanadischen GenossInnen der GIO die folgende Mitteilung:
„Als Ergebnis der Probleme, die die GIO innerhalb der IKT verursacht hat, haben die Mitglieder der GIO beschlossen ihre Aktivitäten als Gruppe im Interesse der IKT zu beenden. Ein Bericht wird Euch in den nächsten Monaten zugehen. Wir erwägen die Gründung eines neuen Zirkels, um die internationalistischen Kräfte in Kanada zu reorganisieren.“
Wir nahmen dies mit gemischten Gefühlen auf. Wir hätten es vorgezogen, dass die GIO niemals den Fehler gemacht hätte, einen Genossen der in der Vergangenheit Gewalt gegenüber Frauen ausübte, aufzunehmen. Genauso bedauern wir die diversen Bemühungen diese Entscheidung vor der ganzen IKT zu verschleiern.

Unter falscher Flagge: Die Liaison der sog. „Internationalistischen Genossen“ (Griechenland) mit antisemitischen Verschwörungsfreaks und ihre nationalistische Metamorphose

Prolog: Krise und Verschwörung
Zeiten der Krise und des Umbruchs boten schon immer einen fruchtbaren Boden für Verschwörungstheorien und Wahnvorstellungen. Im Mittelalter glaubte man an die gottgegebene Ordnung, aber auch an den Teufel und Hexerei. Den Juden wurde angelastet die Brunnen vergiftet, Ernten verzaubert oder die Pest gebracht zu haben. Sie standen im Verdacht schwarze Magie […]