Archiv der Kategorie 'Stalinismuskritik'

Griechenland: Stalinisten ermöglichen Nazis den Zutritt zu einer Streikveranstaltung

Die ArbeiterInnen von Elliniki Halivourgia (‘Griechische Stahlwerke’) sind seit 111 Tagen im Streik. Elliniki Halivourgia ist ein Stahlwerk in Aspropyrgos, einem Industriegebiet von Athen. Dem gleichen Unternehmen gehört noch eine anderes Werk in Volos. Das Management wollte eine Fünftage-Woche und eine Lohnkürzung von 40% durchdrücken. Am 30. Oktober 2011 lehnte eine Vollversammlung der ArbeiterInnen des Werks von Aspropyrgos diese Kürzungspläne einstimmig ab. Im Gegensatz dazu stimmte die Gewerkschaft im Werk von Volos den Plänen des Unternehmens zu. Unmittelbar danach kündigte das Management die Entlassung von 34 ArbeiterInnen in Aspropyrgos an. Als Antwort darauf beschlossen die ArbeiterInnen einen unbefristeten Streik und besetzten die Fabriktore.

Das erste Jahr der Sowjetmacht

Wir haben lange warten müssen bis nun endlich und unverhofft Alexander Rabinowitchs Buch „The Bolsheviks in Power“ auf Deutsch erschienen ist.1 Seine bisherigen Arbeiten waren für uns ein wichtiger Bezugspunkt bei unseren Diskussionen und Untersuchungen über den Verlauf der Russischen Revolution. Rabinowitch nimmt in der historischen Forschungslandschaft eine Sonderrolle ein, wie er auch in seiner Einleitung hervorhebt:

Griechenland: Stalinisten im Dienste des bürgerlichen Staates

Vom 19. bis 20. Oktober fand in Griechenland ein zweitägiger Generalstreik statt, zu dem die beiden großen Gewerkschaften GESEE und ADEDY aufgerufen hatten. Allein in Athen zogen fast eine Million Menschen zum Syntagma Platz um Ihren Protest gegen die drastischen Kürzungspläne der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Über 10 000 Polizisten wurden aufgeboten, um die Proteste und Demos in Athen in Schach zu halten. Mehrmals wurden Demonstrationszüge von Einsatzkräften der Polizei angegriffen

Italienische Kommunisten in Stalins Gulag

1936,1937,1938 … innerhalb dieser Jahre wurden im Zuge der berüchtigten Moskauer Schauprozesse die gesamte „alte bolschewistische Garde“ und jeder Ansatz einer Klassenopposition zerschlagen. Doch der Prozess der Verfolgung und des Ausmerzens jeder Opposition hatte schon wesentlich früher begonnen. Es waren die Jahre die Victor Serge später als die „Mitternacht des Jahrhunderts“ bezeichnete.1 Die Terrorwelle der Moskauer Prozesse entwickelte sich vor dem Hintergrund des ersten Fünfjahresplans und der sog. „Kollektivierungen“ die in einem einzigen Desaster geendet hatten.

Perspektiven einer neuen Internationale

Bevor wir über eine neue Internationale sprechen können, müssen wir uns über zwei Dinge klar werden: Erstens die Gründe warum eine neue Internationale notwenig ist und zweitens was die Hauptmerkmale der vorherigen Internationalen waren.

Warum brauchen wir eine Internationale

Das Kommunistische Manifest endet mit den Worten: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Dies allein wäre schon gutes Argument für die fortgeschrittenen Teile der Arbeiterinnenklasse, die KommunistInnen, sich unverzüglich in einer grenzüberschreitenden, länderübergreifenden Organisation zusammenzuschließen. Schon in den Zeiten von Marx und Engels, lange vor der sog. „Globalisierung“ war das Kapital international. Es stellte schon ein Produktionsverhältnis dar, welches die meisten Länder beherrschte und in dem sich Bourgeoisie und Proletariat als gegensätzliche Klassen gegenüberstanden. Wenn die KommunistInnen schon damals die Tendenz hatten sich international zu organisieren, so stellt sich die Notwendigkeit einer Internationalen heute, in der ersten Hälfte des 21 Jahrhunderts mit noch größerer Dringlichkeit