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Gegen den „Klassenkrieg“ der Reichen: Es ist an der Zeit zu kämpfen!

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“, erklärte der milliardenschwere Invest-mentmanager Warren E. Buffet im November 2006 gegenüber der New York Times. Das war zwei Jahre vor dem Ausbruch der sog. „Subprimekrise“, die die Finanzblasen zum Platzen brachte und mit ihnen so manche neoliberale Selbstgewissheit. Die Pleiten einiger Finanzinstitute (mit zuweilen drolligen Namen wie „Frannie Mae“ oder „Freddie Mac“) entpuppten sich als Auftakt eines grandiosen Schlamassels.

Woher wir kommen – Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Kommunistischen Linken

Im Dezember 1917 gründete die Linke in der italienischen Sozialistischen Partei (PSI) die Zeitschrift “Il Soviet“. Sie begrüße den “Roten Oktober“ als „Beginn der internationalen sozialistischen Revolution“ und unterstützte die damaligen politischen Thesen und Argumente Lenins. 1919 konstituierte sich die Linke zur „Absentionistischen Kommunistischen Fraktion“ und nahm den Kampf gegen den parlamentarischen Kretinismus sowohl des rechten Flügels als auch des Zentrums der PSI auf.

Die Internationalistische Kommunistische Tendenz

Dass die außerparlamentarische Linke extrem fragmentiert ist, ist hinlänglich bekannt. Was unterscheidet uns also von anderen antikapitalistischen Gruppen die sich auf den Klassenkampf beziehen? Wir nennen uns InternationalistInnen weil wir meinen, dass die Ausgebeuteten überall auf der Welt dieselben Interessen haben und der Kommunismus nicht in einem einzelnen Land erreicht werden kann.

Marx, Engels und die Frage der proletarischen Organisation

Im letzten Teil unserer Artikelreihe haben wir herausgearbeitet, dass die politische Organisation der ArbeiterInnenklasse kein künstliches Produkt ist, sondern dem Klassencharakter des Proletariats entspringt. Die ArbeiterInnenklasse hat kein Eigentum zu verteidigen. Sie kann von daher nicht ihr Bewusstsein entwickeln, indem sie einfach nur ihre unmittelbaren Interessen verteidigt. Ihr Bewusstsein entwickelt sich in den Kämpfen und aufgrund des Charakters dieser Kämpfe ist es oft partiell, fragmentiert und periodisch unterschiedlich entwickelt. Während es sich in einem Bereich ausbreitet, geht es in einem anderen zurück. Der ökonomische Kampf gegen das Kapital führt jedoch einige ArbeiterInnen dazu ihre Erfahrungen und ihre Lage in unterschiedlicher Form zu reflektieren. Jene, die erkennen, dass der ökonomische Interessenkampfs zwar notwendig aber nicht ausreichend ist, um das Lohnsystem zu überwinden, müssen sich systematisch um ein politisches Programm organisieren, welches die Lehren der proletarischen Erfahrungen zusammenfasst. Dies führt uns zur Frage der politischen Organisation, oder um es in den Begriffen des 19. Jahrhunderts zu formulieren der Frage der „Partei“.

Die Entwicklung proletarischen Klassenbewusstseins

Am Ende des ersten Textes unserer Artikelreihe haben wir den/die LeserIn mit einem scheinbaren Widerspruch zurückgelassen. Während Marx bspw. in den provisorischen Statuten der Ersten Internationale erklärte, dass „die Emanzipation der Arbeiterklasse durch die Arbeiterklasse selbst erobert werden muss“, schien er in früheren Schriften wie der „Deutschen Ideologie“ jede Hoffnung auf eine proletarische Emanzipation aufgegeben zu haben, wenn er schrieb: „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht. Die Klasse, die die Mittel zur materiellen Produktion zu ihrer Verfügung hat, disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion, so dass ihr damit zugleich im Durchschnitt die Gedanken derer, denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen, unterworfen sind.“