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Die Krise in Venezuela

Die jüngsten Ereignisse in Venezuela haben die verheerende wirtschaftliche Lage wieder ins Blickfeld gerückt. Der Machtkampf zwischen Maduro und Guaidò, zwischen einen mit allerlei Tricks wiedergewählten Präsidenten und einem Oppositionsführer, der sich selbst zum Präsidenten ernennt, ist ein groteskes Szenario, welches die wirtschaftliche und politische Tragödie kaum überdecken kann.
Eine genaue Betrachtung der Situation zeigt drei Aspekte: Erstens, die unmittelbare politische Einmischung der USA in die politische Auseinandersetzung zwischen der Regierung in Caracas und der Opposition. Auf Trumps Agenda ist die Krise in Venezuela ein Schlüsselelement, um wieder in Südamerika Fuß zu fassen und verlorenes Terrain wieder wett zu machen. (mehr…)

USA: Die Karawane der Migranten in der Falle des Kapitalismus

(Von unseren Genossen der Internationalist Workers` Group – USA)

6000 Soldaten des US-Militärs wurden an die mexikanische Grenze verlegt, um die wachsende Zahl von Migranten vom Grenzübertritt abzuhalten. Gleichzeitig versichert der mexikanische Präsident López Obrador, genannt AMLO, seinem Militär, dass er es weiterhin als Militärpolizei einsetzen werde. All dies in Bezug auf eine vergleichsweise kleine Gruppe von Migranten. Diese rennen sprichwörtlich um ihr Leben, um einem Zentralamerika zu entkommen, in dem jahrzehntelang der „Antikommunismus“ und Washingtons „Krieg gegen die Drogen“ mit den Segnungen der Demokratie versehene Todesschwadronen hervorbrachte und so das Entstehen einer hartnäckigen Narco-Bourgeoisie begünstigte. Tatsächlich wurde das Problem krimineller Banden in Zentralamerika durch die fortlaufende Abschiebung von Migranten in die Länder Zentralamerikas verursacht, da so in den USA entstandene Gangs faktisch in Länder wie Honduras oder El Salvador exportiert wurden. Während es auf der einen Seite fremdenfeindliche Vorurteile gegen Migranten gibt, stößt die Behandlung der Migranten durch mexikanische und US-amerikanische Behörden unter Arbeiterin in den USA auf Ablehnung. Dies schafft die Grundlage für grenzüberschreitende Klassensolidarität und dies ist der eigentliche Grund, warum immer neuere Mauern, Zäune und Grenzen errichtet werden. (mehr…)

Die Bewegung der “Gelben Westen“ in Frankreich: Die Krise verschärft sich!

(Diskussionsbeitrag eines Sympathisanten der IKT in Frankreich)

Die Bewegung der Gelben Westen entzündete sich nach der Ankündigung die Benzinpreise zu erhöhen. Sie spiegelt jedoch eine viel tieferliegende Wut wieder, die weitaus schwerwiegendere Ursachen hat. Eine einfache Erhöhung der Benzinpreise hätte nicht eine solche Wut ausgelöst, wenn sie nicht in einer Situation eingebettet wäre, die durch eine große globale Krise, wachsendem Elend und steigende Arbeitslosigkeit gekennzeichnet ist, und sich hier in Frankreich in einen zunehmenden Druck auf die Arbeiterklasse niederschlägt. Hinzu kommen noch die drastischen Kürzungen der Sozialleistungen in allen Bereichen.
Die soziale Bewegung begann mit einer landesweiten Demonstration am 17. November 2018. Sie ist heterogen, aber tief verwurzelt, und selbst heute ist es schwer vorherzusehen, wie sie sich entwickeln wird. Fest steht derzeit nur, dass sie sich in 14 Tagen entwickelt hat und viele Fragen aufwirft, wie bspw. die Ablehnung aller Parteien und der Gewerkschaften und dem ausdrücklichen Willen nur den Demonstranten zu vertrauen. (mehr…)

Lehren der deutschen Revolution 1918/19

Der 9. November ist eine besonderes Datum im deutschen Geschichtskalender. Vor 70 Jahren brannten im Zuge der sog. „Reichskristallnacht“ die Synagogen und jüdische Geschäfte, der Auftakt zum Massenord der Nazis. Vor nunmehr fast 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, während der 9. November 1918 vor 100 Jahren als Auftakt der Novemberrevolution gilt. Fast genau ein Jahr nach der russischen Oktoberevolution war nun auch Deutschland vom revolutionären Fieber ergriffen worden. Angesichts der harten Bedingungen der Isolation und den quälenden Debatten über die Unterzeichnung des Vertrages von Brest Litowsk, war die deutsche Revolution für die russischen Bolschewiki ein lang ersehnter Lichtblick. Die Isolation des revolutionären Russland schien gebrochen und die Weltrevolution auf dem Vormarsch. (mehr…)

„INTRANSIGENCE“ – eine neue linkskommunistische Publikation in den USA

"INTRANSIGENCE" ist ein Online-Journal, welches von mehreren Gruppen ("Workers' Offensive", der “Gulf Coast Communist Fraction”, der “Internationalist Workers Group", dem “Klasbatalo Collective”) und Einzelpersonen in Nordamerika herausgegeben wird. Es trägt den Untertitel “Publikation der Internationalistischen Kommunisten in Nordamerika“. Das erklärte Ziel besteht darin, “die derzeitigen Umgruppierungen zu unterstützen und als Medium interner Diskussionen als auch als Mittel zur Veröffentlichung von Positionen zu fungieren."
Wir können diese neue Initiative, die auch von Mitgliedern und Sympathisanten der IKT getragen wird, nur begrüßen. Sie ist ein weiteres Beispiel neuer Gruppen und Publikationen, die in der ganzen Welt entstehen und internationalistische Positionen verteidigen. Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg und werden unseren Teil dazu beitragen, die nicht gerade einfache Aufgabe zu lösen, wirklich handlungsfähige kommunistischen Kerne in Nordamerika zu entwickeln, die in der Lage sind, einen Beitrag zur Schaffung einer weltweiten Klassenpartei zu leisten. (GIS)

www.intransigence.org